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In der "Allianz für Wissenschaft" ziehen Stadtverwaltung, Hochschulen und Wirtschaft an einem Strang, um das Profil Münsters als Stadt von Wissenschaft und Lebensart zu schärfen: Das Showreel bietet einen Einblick in die zahlreichen Facetten der Westfalen-Metropole.

Partner

Stadt Münster
Universität Münster
Fachhochschule Münster
Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost
Sparkasse Münsterland Ost
Portrait > Gesundheitsstandort Münsterland
Gesundheitsstandort Münster

 

bettentuerme_1Die Gesundheitswirtschaft ist ein zentrales Handlungsfeld der Stadt Münster und des Münsterlandes. Die Region ist laut einer Prognose-Studie ein starker, etablierter Gesundheitsstandort. Ebenso spielt die Gesundheitswirtschaft eine bedeutende Rolle im Rahmen der NRW-Cluster-Strategie und als eigenständiger Wirtschaftsfaktor.

Die Region liegt mit Gesundheits- und Pflegedienstleistern, Produzenten, Ausbildungsstätten und der intensiven Forschung in vielen Feldern landes- wie bundesweit auf vorderen Rängen.

Zweitgrößter Wirtschaftszweig

Die Gesundheitswirtschaft ist nach dem verarbeitenden Gewerbe der zweitgrößte Wirtschaftszweig mit rund 92.000 Beschäftigten (79 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt). 60 Prozent arbeiten in der stationären und ambulanten Versorgung, 15 Prozent in der stationären und ambulanten Altenhilfe. Zwischen 1999 und 2006 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 15 Prozent.

Das Landesinstitut für Arbeit und Gesundheit NRW (LiGA NRW) schätzt die Gesundheitsausgaben für 2005 in NRW auf 52,4 Mrd. Euro. Für das Münsterland ergibt sich ein Wert von ca. 4,6 Mrd. Euro. Demnach ist die Gesundheitswirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsträger für die Region.

Zwischen 1996 und 2005 stieg die Zahl der Unternehmen von ca. 2.100 auf 3.500, der Umsatz von 2,7 Mrd. auf 3,8 Mrd. Euro. Einbezogen sind die Vorleistungs- und Zulieferbereiche (Pharma, Medizintechnik etc.), die Kernbereiche (stationäre, ambulante Versorgung, Prävention, Reha, Apotheken etc.) und die Randbereiche (Service, Betreutes Wohnen, Wellness etc.).

Entwicklung über NRW-Schnitt

Die Beschäftigungsentwicklung in der Gesundheitswirtschaft ist mit einem Wachstum von 16,4 Prozent besser als der NRW-Durchschnitt (12,3 Prozent) – Quelle: RD NRW der BA, LDS NRW. Die Entwicklung im personalintensiven, traditionellen Gesundheitswesen und der Altenhilfe liegt mit 15,3 Prozent über dem NRW-Schnitt (9,1). Münster baut den Status als „medizinische Hochburg“ aus.

Qualitative Schwerpunkte liegen in der Versorgung, Forschung und Ausbildung durch das Universitätsklinikum (UKM) und acht münsterische Krankenhäuser. Das Münsterland zählt 38 Krankenhäuser.

Uni, Medizinische Fakultät und UKM bilden eines der wichtigsten Forschungszentren der Medizin in NRW und Deutschland. Die medizinische Fakultät ist seit fünf Jahren in NRW die Nr. 1 in Forschung und Lehre. Mit dem Schwerpunkt „Gesundheit/Life Science“ hat die FH ein ausgeprägtes Forschungsprofil.

UKM und Medizinische Fakultät vorbildlich

Mit den Forschungsaktivitäten des UKM bzw. der Medizinischen Fakultät interaktiv verknüpft sind die Forschung und Entwicklung der naturwissenschaftlichen Disziplinen der Uni sowie der ingenieurwissenschaftlichen FH-Fachbereiche und der vielen Start-ups in der Medizin-, Bio- und Nanotechnologie. Aushängeschild im Bereich der Forschung ist auch das Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin.

Die „Biotech-Szene“ Münsters zählt über 30 Firmen (Nanoanalytik, Sensorik, Diagnostik, Analytik, Produkte). Das CeNTech ist eines der deutschlandweit ersten (Gründer-)Zentren für Nanotechnologie. Ein Nanobioanalytik-Zentrum für entwickelnde Unternehmen entsteht ab 2011.

In der Biotechnologie koordinierte der Verein „bioanalytik-muenster“ bis vor kurzem zusammen mit der Atomenergiebehörde (CEA) in Grenoble das EU Network of Excellence Nano2Life mit dem Ziel, die wissenschaftliche und wirtschaftliche Spitzenposition Europas in der Nanobiotechnologie auszubauen.

[Foto: WWU]