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In der "Allianz für Wissenschaft" ziehen Stadtverwaltung, Hochschulen und Wirtschaft an einem Strang, um das Profil Münsters als Stadt von Wissenschaft und Lebensart zu schärfen: Das Showreel bietet einen Einblick in die zahlreichen Facetten der Westfalen-Metropole.

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Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost
Sparkasse Münsterland Ost
Portrait > Nanobiotechnologie
Was ist Nanobiotechnologie?

Die Zellen von Organismen enthalten zahlreiche Strukturen mit Abmessungen unter 100 Nanometern. Ein Nanometer entspricht einem Milliardstel Meter. In diesen Dimensionen forscht, entwickelt und produziert die Nanotechnologie. Bei der Erforschung und Nutzung dieser kleinen Strukturen bestehen zahlreiche Berührungspunkte zwischen Nano- und Biotechnologie. An dieser Schnittstelle arbeitet die Nanobiotechnologie so zusagen als Brücke zwischen der belebten und unbelebten Natur, welche die biologische mit der nicht-biologischen Forschung verbindet. Damit umspannt sie Lebenswissenschaften, Physik sowie Chemie und Ingenieurwissenschaften.

Wertvolle Erkenntnisse des Lebens

Davon erwartet man sich wertvolle Erkenntnisse, etwa über Biomoleküle als Bausteine und Funktionselemente des Lebens. Biomoleküle werden bereits vielfach technisch genutzt, etwa bei der Herstellung von Nachweissystemen für Krankheitserreger. In diesem Fall helfen die Methoden der Nanotechnologie dabei, die Biomoleküle präzise zu handhaben und das Ergebnis zu prüfen. Andererseits lernt auch die Nanotechnologie von der Natur. Wenn man versteht, wie sich Biomoleküle zu hoch geordneten Strukturen

Maßgeschneiderte Nanopartikel

Obwohl ein Großteil der Nanobiotechnologie noch an der Grundlagenforschung arbeitet, erscheinen einige technische Einsatz-möglichkeiten kurz- und mittelfristig vielver-sprechend. Heute schon sind Nanopartikel, die nach Anregung Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge abgeben, ein wertvolles Werkzeug für die Aufklärung grundlegender zellbiologischer Prozesse. Großes Potenzial haben funktionalisierte, also mit einer bestimmten Oberflächenstruktur versehene Nanopartikel zudem in der Therapie von Krebserkrankungen. Ein biomimetischer Nano-Wirkstoff wird bereits bei der Behandlung überempfindlicher Zähne, aber auch als Knochenersatzstoff eingesetzt.