Münster - die Stadt von
Wissenschaft und Lebensart: Die Westfalenmetropole ist eine weltoffene Stadt, die auf mehr als 1200 Jahre Stadtgeschichte zurückblickt. Ob als Bischofssitz, Hansestadt, Hauptstadt der preußischen Provinz Westfalen, Universitätsstadt oder modernes Oberzentrum – schon immer hat Münster für die Region und weit darüber hinaus eine wichtige Rolle gespielt. Doch mit einem hat sich Münster in der Weltgeschichte einen Namen gemacht: als Stadt des Westfälischen Friedens, geschlossen im Jahre 1648.
Münster übernimmt Verantwortung
Seit 1998 verleiht die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. (WWL) alle zwei Jahre den Preis des Westfälischen Friedens. Mit dieser sowie der weiteren Veranstaltung "Münster 1648: Dialoge zum Frieden" bezieht sich die Stadt Münster auf die damaligen Verhandlungen, die das Ende des Dreißigjährigen Krieges und eine Neuordnung Europas bedeuteten.
Die Stadt nutzt ihre Geschichte, um Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen, wenn es darum geht, für die heutigen Krisenherde auf der Welt neue Instrumentarien und Verfahren zur Konfliktvermeidung, Konfliktlösung und Friedenssicherung zu entwickeln oder um einen Konsens durch Verhandlungen zu ringen.
Kurzer Ausflug in die Stadtgeschichte
Münsters Mauern haben schon viel gesehen und könnten viel erzählen: Die Stadt war seit dem Frühmittelalter Domstadt mit Marktrecht, später Residenz- und dann Provinzialhauptstadt und Sitz vieler bedeutender Institutionen und Mächtigen - nicht zuletzt im prächtigen Schloss aus Johann Conrad Schlauns Zirkel.
In Münster wurde 1648 ein Teil des Westfälischen Friedens zur Beendigung des 30-jährigen Krieges geschlossen. Hier begründeten die Täufer ihr Reich, das schließlich in eine Schreckensherrschaft über- und 1535 unterging. Die heute sehr große Universität wurde 1773/80 ins Leben gerufen.
1875 erhielt Münster den ersten Zoo Westfalens, der 1928 geflutete erste Teil des Aasees ergänzte das Gelände zu einem Naherholungsgebiet. 1924 erlebte der WDR seine Geburtsstunde in Münster. Nach dem Bombenterror des 2. Weltkrieges bauten die Münsteraner ihre historische Altstadt fast detailgetreu wieder auf.
Seit 1977 zeigen die Internationalen 
Skulptur-Projekte alle zehn Jahre den "State of the Art" der Kunst im öffentlichen Raum und prägen Münsters internationalen Ruf als Kunststadt.
Münster besinnt sich auch gern seiner Vergangenheit: so wurde 1993 das Stadtjubiläum "1 200 Jahre Münster" und 1998 das 350-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens gefeiert.
Auf der Radierung von Everhard Alerdinck (1636) ist der Stadtplan der Stadt Münster zu sehen (Grafik rechts).
[Foto: Münster Marketing Galerie/ Ralf Emmerich]





